Näheres zu aus gesundheitlichen Gründen nicht verwendeten Inhaltsstoffen

 

Parfüm

„Die gefährlichen oder potenziell gefährlichen Chemikalien, die in der Parfüm- und Kosmetikindustrie für Düfte und andere kosmetische Produkte verwendet werden, gehören zwei Gruppen an:

den Phthalat-Estern (allgemein als „Phthalate“ bekannt) und den synthetischen Moschus-Duftstoffen. Als Folge ihrer weit reichenden und intensiven Verwendung in Verbraucherprodukten sind diese Chemikalien heute in der Natur ebenso weit verbreitet wie im urbanen Umfeld. Oft sind sie extrem schwer abbaubar. Dieses hat in Kombination mit ihrer Allgegenwart in der Umwelt und in Produkten des täglichen Gebrauchs dazu geführt, dass wir Menschen diesen Chemikalien kontinuierlich ausgesetzt sind. Die Langzeitfolgen dieser Hintergrundbelastung sind noch nicht absehbar. Wir setzen uns diesen Schadstoffen jedes Mal in relativ hohen Dosen aus, wenn wir Parfüms und dufthaltige Kosmetika auf die Haut auftragen. Es wird vermutet, dass dieser unmittelbare Kontakt mit Moschus-Duftstoffen und Phthalaten wesentlich zu unserer Gesamtexposition durch diese Chemikalien beiträgt. Obwohl die wissenschaftliche Untermauerung noch weitgehend aussteht, gibt es Hinweise darauf, dass die meistverwendeten Phthalate und synthetischen Moschus-Duftstoffe zahlreiche gesundheitliche und ökologische Risiken bergen. Und diese Indizien erhärten sich zunehmend.“

(Quelle: http://marktcheck.greenpeace.at/uploads/media/Parfum_Report_2005.pdf)

 

Viele der in der Parfüm- und Kosmetikindustrie verwendeten chemischen Duftstoffe haben eine reproduktionstoxische, karzinogene, nerven- und erbgutschädigende Wirkung oder sind sehr potente Allergene.

 

 


Farbstoffe

Herkunft: chemisch oder mineralisch

Häufig allergisierende oder irritierende Wirkung, teilweise sogar Vergiftungsrisiko
 

 


PEG´s

Emulgator, Lipid, Tensid

Herkunft: unterschiedlich

 

PEG / PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen. In Salben werden sie eingesetzt, um die Bestandteile gleichmäßig zu mischen, in Shampoos dienen sie auch als Tenside.

 


SDS

Sodium-Lauryl-Sulfate

auch: Natriumlaurylsulfat, Natriumdodecylsulfat, natrii laurilsulfas, Texapon K12

 

Herkunft: Synthetisches Tensid aus Laurylalkohol natürlichen oder synthetischen Ursprungs

 

reinigend, entfettend, sehr hautirritierend

 

Preiswerte, gut schäumende Wasch- und Schaumgrundlage für Shampoos und Schaumbäder, die nicht besonders mild und hautfreundlich ist. SDS können die Haut reizen und zu Hautirritationen führen. Da die Kontakt- bzw. Einwirkzeit von Shampoos und Duschgels recht kurz ist, stellt das für die meisten Menschen kein Problem dar. Wer allerdings ohnehin schon Hautprobleme hat, sollte auf Produkte ausweichen, die diese Substanzen nicht enthalten. Einige Hautprobleme können durch die Vermeidung dieser und ähnlicher Substanzen vermindert werden oder sogar verschwinden.

 

 


Parabene

Konservierungsmittel

Herkunft: chemisch

 

Parabene, mit denen weltweit etwa die Hälfte aller Kosmetika konserviert ist, galten lange Zeit als potente Allergieauslöser. Nach neuesten Daten ist dieser Verdacht nicht bestätigt worden.

Viele der in der Parfüm- und Kosmetikindustrie verwendeten chemischen Konservierungsmittel haben eine reproduktionstoxische und allergisierende Wirkung.

 

 


Erdölprodukte / Paraffine / Silikone

Herkunft: chemisch

Meist aus billigem Erdöl hergestellt sind diese Stoffe ein Ersatz für hochwertige pflanzliche Öle.

Paraffine sind eine Sammelbezeichnung für unzählige künstliche Stoffe, darunter auch Vaseline* (Petrolatum), die breite Verwendung in Kosmetika und Arzneimitteln finden. Von einigen Paraffinen weiß man, dass sie sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern können, Hautporen verschließen und die Atmung der Haut beeinträchtigen. Bei einem Paraffinwachs zeigten sich entzündliche Reaktionen der Herzklappen. Zudem sind Silikone schwer abbaubar und damit umweltrelevant.

 

*Laut Kosmetikrichtlinie/-verordnung Verwendung in Kosmetika verboten, außer der Raffinationshergang ist vollständig bekannt und es ist nachweisbar, dass der Ausgangsstoff nicht karzinogen ist.

 

 


Bestrahlte und genetisch modifizierte Inhaltsstoffe

„Studien mit Tierversuchen ergaben, dass genetisch modifizierte Lebensmittel u.a. Unfruchtbarkeit, Probleme im Immunsystem, beschleunigtes Altern sowie Veränderungen in lebenswichtigen Organen als auch im Magen-Darm-Trakt hervorrufen.

Neugeborene von Ratten wiesen signifikante Veränderungen in der DNA auf und waren deutlich kleiner und schwächer als ihre Artgenossen. Weiterhin übertragen Genpflanzen ihre pestizidproduzierende Eigenschaft auf Darmbakterien von Mensch und Tier, was zu Langzeitfolgen führt.“

(Quelle: http://www.shortnews.de/id/766138/Genetisch-modifizierte-Lebensmittel-bergen-hohes-Gesundheitsrisiko)

 

 

 

 

 

 


Weitere Informationen zu Duft- und Inhaltsstoffen finden Sie beispielsweise unter http://www.codecheck.info/kosmetische_mittel.kat oder direkt in der Kosmetikliste von Ökotest.